Technologie-Start-Ups scheuen Börsengang

Private Investoren garantieren größeren Handlungsspielraum

Yelp möchte mit dem Börsengang noch abwarten und Vorteile daraus ziehen

Zu Zeiten des Dot-Com-Booms stellte ein Börsengang für viele Start-Up-Unternehmen aus dem Silicon Valley den vermeintlich endgültigen Durchbruch dar und versprach viel Geld und Aufmerksamkeit. Mittlerweile scheuen jedoch viele junge Unternehmen den Weg auf die Aktienmärkte, berichtet der Guardian. Als jüngstes Beispiel gilt Yelp http://www.yelp.com, eine der am schnellsten wachsenden Internetseiten. “Vielleicht macht es irgendwann Sinn, an die Börse zu gehen”, so Gründer Jeremy Soppelman. “Wenn man diesen Zeitpunkt nach hinten verschieben kann, hat das aber viele Vorteile.”

Private Investitionen bevorzugt

So vertraut Yelp im Moment lieber auf private Investments und finanziert sich mit 100 Mio. Dollar der Investmentfirma Elevation Partners. Mit ähnlichen Geschäftsmodellen machten in den vergangenen Monaten bereits drei andere Internetfirmen auf sich aufmerksam – Facebook, Twitter und die Spieleplattform Zynga. Das Geld von privaten Investoren garantiert den Unternehmen mehr Kontrolle über ihre eigenen Geschäfte und schützt sie vor dem Druck der Aktionäre.

Dieses Modell war lange umstritten, wollten Investoren doch möglichst schnell Ergebnisse sehen. Mittlerweile ist es jedoch nicht ungewöhnlich, dass Start-Ups mehrere Jahre warten, bis sie an die Börse gehen. Im Fall von Yelp könnte der Plan aufgehen: Vor sechs Jahren ging Yelp online und zieht mittlerweile 29 Mio. Unique Visitors pro Monat an. Geboten werden Erfahrungsberichte zu Restaurants, Geschäften oder Dienstleistern.

pressetext.austria

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