“profil”: Affäre Hypo Niederösterreich: Landesbank verschob Lehman-Papiere über Wiener Investmenthaus Aurelius Capital

Bei Aurelius blieben 750.000 Euro “Handelsprovision” hängen

Wie das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, verkaufte die Niederösterreichische Hypo Investmentbank AG um den Jahreswechsel 2008/200 weitgehend wertlos gewordene Lehman-Papiere um einen weit überhöhten Preis an die international tätige Großbank BNP Paribas. Im Gegenzug erwarb sie niedrig verzinste Anleihen von BNP Paribas, die sie als werthaltige Papiere einbuchen konnte. Der Wert der von der Hypo gehaltenen Lehman-Anleihen war nach dem Zusammenbruch des Investmenthauses von 17 Millionen auf knapp drei Millionen Euro gefallen, in der Bilanz 2008 drohten der Hypo Verluste.

Der Deal wurde vom Wiener Investmenthaus Aurelius Capital Management abgewickelt. Nach Erhebungen der Nationalbank dürfte Aurelius bei diesem Geschäft eine “Handelsprovision” von 750.000 Euro überlassen worden sein.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten leitete am 2. Dezember 2009 gegen die Hypo-Vorstände Peter Harold und Richard Juill Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung ein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

-apa, ots

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